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Kurzbiografie von Imam Ibn al-Qayyim

Er ist der Imām, der Hāfiz, der Gelehrte des Tafsīrs, des Usūl und des Fiqhs, er ist Schamsuddīn Abū ´Abdillāh Muhammad ibn Abī Bakr, Sohn von Ayyūb, Sohn von Saʿd, Sohn von Hurayz. Er ist bekannt als Ibn Qayyim al-Dschauziyyah (Sohn des Hüters), benannt nach seiner Schule "al-Dschauziyyah" in Damaskus, die unter der Aufsicht seines Vaters war.

Er wurde am 7. Safar im Jahre 691 nach der Hidschrah (1292 n.Chr.) im Dorf Zar nahe Damaskus, Syrien, in eine edle, ehrenvolle und kenntnisreiche Familie hineingeboren.

 

Seine Lehrer:

Er zog nach Damaskus und lernte das islamische Wissen unter einer Anzahl von bekannten islāmischen Gelehrten. Unter seinen berühmtesten Lehrern war Ahmad bin ´Abdal Halīm Ibn Taymīyyah. Er schätzte ihn sehr, in seiner Jugend blieb er fortlaufend mit ihm, bis er dann im Jahre 712 nach der Hidschrah (1312 n.Chr.) verstarb. Nach seinem Tod war Ibn Qayyim stets bemüht das erlernte Wissen weiter zu lehren.

 

Seine Schriften:

Er verfasste über neunzig Bücher und Abhandlungen. All seine Werke sind ausgezeichnet durch ihre Art und Weise, wie sie direkt das Herz ansprechen, hineindringen und tiefe Spuren hinterlassen, ebenso durch ihrer Genauigkeit, Präzision und detailierten Nachforschungen.

 

Seine Schüler:

Ibn al-Qayyim hatte zahlreiche Schüler. Die bekanntesten sind:
- Al Hāfiz Abu-l Faradsch ibn Radschab
- Al Hāfiz Ismā´īl ibn Kathīr
- Al Hāfiz Muhammad bin ´Abdul Hādī

 

Sein Tod:

Er verstarb am Donnerstagabend, den 23. Radschab 751 nach der Hidschrah (1350 n.Chr.). In der großen Moschee in Damaskus wurde am darauffolgenden Tag sein Dschanāzah-Gebet verrichtet. Sein Tod war wahrlich ein großer Verlust, denn dieser Gelehrte hatte in der Tat eine große Begabung inne. Für sein umfassendes Wissen und für die konsequente Befolgung des Weges der Altvorderen (as-Salaf as-Sālih) und wegen seinem exzellentem Benehmen, seiner Gottesdienste (´Ibādah) und der Enthaltsamkeit (Zuhd) wurde er von vielen Gelehrten seiner Zeit hoch gelobt. Allāh hat ihm sein Wissen gesegnet. Seine Art und Weise, wie er die Ermahnung lehrte, war stets sehr emotional, ja sogar so, dass sich die vielen Schüler ihre Tränen nicht zurückhalten konnten. Seine Worte erreichten die Herzen. Er suchte stets Zuflucht bei Allāh davor, dass er für seine Schüler eine Brücke ins Paradies sei und selbst ins Höllenfeuer geworfen wird. Wir bitten Allāh, Den Allbarmherzigen, die Gelehrten der Sunna die höchsten Stufen im Paradies zuteil werden zulassen.

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